Archäologischer Vortrag: Von Teufelssteinen und Schildkrötenpanzern. Zur Rezeptionsgeschichte von granitischen Felsformationen in der Oberlausitz 10.11.202619:00 Uhrim Elementarium3,50 €1,5 Stunden
Europaweit zeichnen sich Granitlandschaften durch bizarre Felsformationen aus. Das gilt auch für die sogenannten „Felsenburgen“ und „Schildkrötenpanzer“ des Lausitzer Granitmassivs.

Wären von diesen natürlichen Verwitterungsprodukten nicht schon Menschen in vorgeschichtlicher Zeit und im Mittelalter fasziniert gewesen, gäbe es etwa vom „Totenstein“ in den Königshainer Bergen keine archäologischen Funde.
Dr. Michael Strobel vom Sächsischen Landesamt für Archäologie, wird in seinem Vortrag über die Rezeptionsgeschichte einiger dieser Formationen berichten. Im 17. Jh. begannen regionale Natur- und Altertumsforscher wie der Görlitzer Gymnasialdirektor Samuel Grosser (1664-1736) oder der Königshainer Gutsbesitzer Carl Adolph Gottlob Schachmann (1725-1789), sich den auffälligen Felsgruppen zuzuwenden: Was die einen für „Altäre“ und „Opferstätten“ oder gar „megalithische“ Bauwerke hielten, beschrieben die anderen als Naturgebilde.
Bis heute beeinflusst eine jahrhundertelange wechselvolle und widersprüchliche Aneignungsgeschichte die Wahrnehmung dieser Naturdenkmale.
Hinweis:
Ab 17:30 Uhr können Sie die Ausstellungen im Elementarium kostenfrei besuchen.
Eintritt:
3,50€ / Ermäßigt 2,00€
Inhaber der Jahreskarte und Mitglieder des Fördervereins erhalten freien Eintritt.
Anmeldung ist mit der Online-Buchung möglich aber nicht erforderlich:
Bei dieser Veranstaltung ist die Teilnehmerzahl begrenzt.
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