Pressemitteilung November 2015 22.10.2015

10. November 2015 19 Uhr
Vortrag: Ein Vulkanstein mit Prominenz – Der Rochlitzer Porphyrtuff als Werkstein in Architektur und Skulptur

Das Museum der Westlausitz Kamenz läd zu einem geologischen Vortrag ins Elementarium ein. Der Porphyrtuff vom Rochlitzer Berg in Nordwestsachsen entstand bei gewaltigen vulkanischen Eruptionen im erdgeschichtlichen Abschnitt des Rotliegend vor fast 300 Mio. Jahren. Er ist seit vielen Jahrhunderten ein dekoratives und weit über Sachsen hinaus bekanntes Baugestein. Der Vortrag von Prof. Dr. Heiner Seidel folgt den Spuren des Materials in der Architektur von der Romanik bis in die Neuzeit. Dabei werden die vielfältigen Beziehungen zwischen historischer Gewinnung und regionaler Verbreitung in Bauwerken sowie Materialeigenschaften und Verwitterung für einen der bekanntesten Natursteine Sachsens gezeigt.

Datum: Diensteg 10. November 2015
Zeit: 19 Uhr
Eintritt: 3,50 € pro Person / ermäßigt 2,00 €
Treffpunkt: Elementarium, Pulsnitzer Str. 16, Kamenz

Rochlitzer BergFoto: Rochlitzer Berg (H. Seidel)

Das Pressefoto steht hier zum Download bereit.


20. November 2015
Ausstellungseröffnung der neuen Sonderausstellung: „Silberrausch und Berggeschrey – Archäologie des mittelalterlichen Bergbaus in Sachsen und Böhmen“

Eine Sensation für die europäische Montanarchäologie brachte die Hochwasserkatastrophe von 2002 im sächsischen Dippoldiswalde ans Licht – eine vergessene Welt unter Tage wurde nach 800 Jahren wiederentdeckt. Unter der Stadt schlummerten mittelalterliche Bergwerke mit außergewöhnlich gut erhaltenen Holzfunden, die nicht nur die Fachwelt in Erstaunen versetzten. Ihre Entdeckung gaben der Erforschung des mittelalterlichen Bergbaus im Erzgebirge neue Impulse. Die Sonderausstellung „Silberrausch und Berggeschrey – Archäologie des mittelalterlichen Bergbaus in Sachsen und Böhmen“, eine Wanderausstellung der Stadt Dippoldiswalde und des Landesamtes für Archäologie Sachsen, beschäftigt sich genau mit dieser finsteren Welt unter Tage. Seit dem Hochwasser ist das deutsch-tschechische ArchaeoMontan-Projekt auf der Spur des mittelalterlichen Bergbaus im Erzgebirge. Die interdisziplinäre Spurensuche unter und über Tage bildet einen Schwerpunkt der multimedialen Ausstellung. Gemeinsam mit dem Archäologenteam begibt sich der Besucher auf die Suche nach einer mittelalterlichen Bergbausiedlung, besucht eine Ausgrabung oder unternimmt eine Reise in die Silbergruben von Dippoldiswalde und Niederpöbel.

Datum: Freitag 20. November 2015
Zeit: 19 Uhr
Programm:
Begrüßung - Friederike Koch-Heinrichs (Museumsleiterin)
Ansprache - Dr. Christiane Hemker (Landesamt für Archäologie Sachsen), Wendy Eixler (Kuratorin der Ausstellung)
Grußworte - Roland Danz (Oberbürgermeister der Stadt Kamenz)
Ort: Elementarium, Pulsnitzer Str. 16, Kamenz

haspelFoto: Haspel (Landesamt für Archäologie Sachsen)
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Vermessung im Berg c Landesamt fuer Archaeologie SachsenFoto: Vermessung im Berg (Landesamt für Archäologie Sachsen)
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