Pressemitteilung November 2014 28.10.2014

Geologischer Vortrag: Das Fossil ist ein Sachse – Georgius Agricola und die Geologie im 16. Jahrhundert

Am 11. November lädt das Museum der Westlausitz um 19 Uhr zu einem Vortrag von Jens Czoßek ins Elementarium nach Kamenz ein.

Georg Bauer oder besser Georgius Agricola kam 1491 in Glauchau zur Welt. Und wahrscheinlich weil er ein Sachse war, ist sein Name zumindest hierzulande noch nicht ganz in Vergessenheit geraten. Er gilt als „Vater der Mineralogie", obwohl er selber Alte Sprachen in Leipzig studierte und vor allem (ganz im Geiste seiner Zeit) Mediziner und Kräuterkundiger war. Warum ein Mediziner sich plötzlich so ausgiebig mit Bergbau, Mineralen und Gesteinen beschäftigte, wie er damit die Grundsteine der heutigen modernen Geowissenschaften legte und vor allem mal so nebenbei alte sächsische Begriffe salonfähig machte, können Sie beim Vortrag des Museumsgeologen erfahren.

Vortrag im Elementarium, Pulsnitzer Str. 16, Kamenz
Datum: Dienstag 11. November 2014
Beginn: 19 Uhr
Eintritt: 3,50 € pro Person, ermäßigt 2,00 €

 


 

 Ausstellungseröffnung: Vandalen, Burgunden & Co. – Germanen in der Lausitz

Die Ausstellung „Vandalen, Burgunden und Co." entführt den Besucher in die turbulente Zeit zwischen dem 2. und 6. Jahrhundert nach Christi.
Hunderte Jahre zuvor war die Lausitz fast ohne Spuren menschlichen Lebens, bis Ende des 2. Jahrhunderts neue Siedler die Region wieder dicht an die Schauplätze der europäischen Geschichte rücken. Es ist eine bewegte Epoche, geprägt von Völkerbewegungen im freien Germanien und dem immerwährenden Konflikt mit dem Römischen Reich.
Wie sah es aus in der Lausitz des 2. bis 6. Jahrhunderts? Wer waren die Menschen, die in dieser Zeit ihre Spuren hinterließen? Wie gestaltete sich ihr Alltag? Wer waren ihre Freunde und wer die Feinde? Woran glaubte man in dieser Zeit?
Bedeutende archäologische Grabungsergebnisse der letzten 30 Jahre, die zum Teil erstmals der Öffentlichkeit gezeigt werden, ermöglichen einen lebendigen Blick in die germanische Lebenswelt der Lausitz. Über vandalische Gräber oder Totenkult sucht die Ausstellung außerdem Antworten auf die Fragen, woher diese Menschen kamen und wohin sie nach nur 200 Jahren wieder verschwanden.

Ausstellungseröffnung im Elementarium, Pulsnitzer Str. 16, Kamenz

Datum: Freitag 28. November 2014
Beginn: 19 Uhr

Die Ausstellung ist vom 29.11.2014 bis 25.10.2015 zu sehen.

Germanen2014 Flyer web
Quelle: Museum der Westlausitz, Foto: Anne Hasselbach

Das Pressefoto steht hier zum Download für Sie bereit.

 


 

Zum Vormerken!

Pressegespräch zur Ausstellung „Vandalen, Burgunden & Co. – Germanen in der Lausitz"

Donnerstag 27. November 2014, 11 Uhr

Viele Jahre regionale archäologische Forschung zur Geschichte der Germanen in der Römischen Kaiserzeit sind vergangen. Im Vorfeld der Ausstellung hat sich das Museum der Westlausitz unter Leitung von Friederike Koch-Heinrichs darum bemüht, historische und aktuelle Funde und Informationen über die Germanen in der Oberlausitz vollständig zusammenzutragen. Aus diesem reichhaltigen Fundus schöpft die neue Sonderausstellung, ergänzt durch überregionale Funde aus Polen, Thüringen oder Bayern.

Am 27. November, 11 Uhr lädt die Museumsleiterin und Ausstellungsmacherin Friederike Koch-Heinrichs und ihr Archäologenteam zu einem Pressegespräch in die Ausstellungsräume ins Elementarium ein. Neben Fragen, die Sie an die Ausstellungsmacher stellen können, können Sie einen ersten Blick in die neu gestalteten Ausstellungsräume im Erdgeschoss werfen. Lassen Sie sich selbst in eine längst vergangene Zeit entführen.

Die Pressemitteilung steht hier zum Download bereit.