Pressemitteilung: Pressegespräch und Ausstellungseröffnung 27.11.2014 - 28.11.2014

Pressegespräch zur Ausstellungseröffnung „Vandalen, Burgunden & Co. – Germanen in der Lausitz"

Viele Jahre regionale archäologische Forschung zur Geschichte der Germanen in der Römischen Kaiserzeit sind vergangen. Im Vorfeld der Ausstellung hat sich das Museum der Westlausitz unter Leitung von Friederike Koch-Heinrichs darum bemüht, historische und aktuelle Funde und Informationen über die Germanen in der Oberlausitz vollständig zusammenzutragen. Aus diesem reichhaltigen Fundus schöpft die neue große Sonderausstellung im Museum der Westlausitz Kamenz, ergänzt durch überregionale Funde aus Polen, Thüringen oder Bayern.

Am 27. November, 11 Uhr lädt die Museumsleiterin und Ausstellungsmacherin Friederike Koch-Heinrichs und ihr Archäologenteam zu einem Pressegespräch in die Ausstellungsräume ins Elementarium, Pulsnitzer Str. 16 in Kamenz ein. Neben Fragen, die Sie an die Ausstellungsmacher stellen können, dürfen Sie einen ersten Blick in die neu gestalteten Ausstellungsräume im Erdgeschoss werfen. Lassen Sie sich selbst in eine längst vergangene Zeit entführen.

Vandalen im Museum der Westlausitz Kamenz!!!

Wir beginnen unsere Zeitreise zu den Germanen im Jahr Null. Seit 5 Jahrhunderten ist die Lausitz fast menschenleer. Kaum ein Siedler oder Krieger hinterließ uns seine Spuren. Weiter im Osten siedeln die germanischen Stämme der Vandalen und Burgunden. Reisen wir gen Westen, treffen wir auf die Stämme der Semnonen oder Markomannen. Die Namen dieser Völker hielt die römische Geschichtsschreibung für uns fest, nachdem sie immer wieder die Grenzen des Römischen Reiches bedroht hatten. Die Lausitz aber bleibt jedoch noch lange leer, bis Ende des 2. Jahrhunderts nach Chr. neue Bewohner hier ihre Lager aufschlagen werden. Es beginnt eine bewegte Epoche, geprägt von Völkerbewegungen, kriegerischen Auseinandersetzungen mit den Römern, Intrigen und Untergang.

Das Museum der Westlausitz Kamenz zeigt vom 29. November 2014 bis 25. Oktober 2015 in seiner Sonderausstellung „Vandalen, Burgunden & Co. – Germanen in der Lausitz" bedeutende aktuelle Grabungsergebnisse dieser Zeit, die zum Teil erstmals der Öffentlichkeit präsentiert werden. Sie ermöglichen einen lebendigen Einblick in die germanische Lebenswelt der Lausitz. Dafür wird gerade ein Teil eines germanischen Langhauses im Museum nachgebaut. Neben dem bäuerlichen Alltag, Eisenverhüttung und Handwerk, sowie einem tief verwurzelten Totenkult, war die Beteiligung an kriegerischen Konflikten und Beutezügen Teil des Lebens. Über vandalische Gräber und Bestattungsriten hinaus, sucht die Ausstellung außerdem Antworten auf die Fragen, woher diese Menschen kamen und wohin sie nach nur 200 Jahren Besiedlung wieder verschwanden. Mit Kostbarkeiten, wie dem goldenen Münzamulett von Obermöllern oder den einzigartigen Objekten des berühmten Opferplatzes Oberdola in Thüringen erlaubt die Ausstellung außerdem einen faszinierenden Blick auf Kult und Religion dieser Zeit.

Die Ausstellung wird begleitet von einem umfangreichen Programm aus Vorträgen, Sonderführungen, Aktionstagen und Programmen für Schüler und Erwachsene.

im Elementarium, Pulsnitzer Str. 16, Kamenz
Datum: 27.11.2014
Zeit: 11.00 Uhr

kai germanenaufbau web Bild: Dr. Kai Mückenberger beim arrangieren der Gräberfunde für die Sonderausstellung (B.Plesky)

Das Pressefoto steht hier zum Download für Sie bereit.

 


Ausstellungseröffnung: Vandalen, Burgunden & Co. – Germanen in der Lausitz

Die Ausstellungseröffnung zur neuen großen Sonderausstellung im Museum der Westlausitz Kamenz findet am 28. November 2014 im Elementarium auf der Pulsnitzer Str. 16 statt. Von da an ist die Ausstellung bis zum 25. Oktober 2015 im Erdgeschoss des Hauses zu sehen.

Ausstellungseröffnung im Elementarium, Pulsnitzer Str. 16, Kamenz
Datum: Freitag 28. November 2014
Beginn: 19 Uhr
Die Ausstellung ist vom 29.11.2014 bis 25.10.2015 zu sehen.

Die PDF steht Ihnen hier zum Download bereit.